Erasmus+

Wir sind eine Erasmus+ zertifizierte Schule.

Mit dem Programm Erasmus+ fördert die Europäische Kommission den Austausch innerhalb der Europäischen Union.

Das EU-Programm finanziert im Schulbereich verschiedene Auslandsaufenthalte zu Lernzwecken, sogenannte Mobilitäten:

  • Schüleraustausch in Gruppen
  • Kurzzeit-Schüleraustausch für einzelne Kinder und Jugendliche
  • Schülerpraktika im Ausland
  • Internationale Fortbildungen, Hospitationen und Job Shadowing im Ausland für Lehrkräfte, Erzieher und Fachpersonal aus dem Bereich Frühpädagogik
  • Einladung von Personen aus dem Ausland an die eigene Schule oder Bildungseinrichtung

Nach nationaler Auszeichnung folgt nun auch die europäische Auszeichnung

Nachdem die Grundschüler der AHVS im Herbst 2023 einen nationalen Preis für ihr Projekt „European Book“ erhalten haben, folgte nun auch die europäische Auszeichnung. Die AHVS erhält somit das „eTwinning European QUALITY LABEL“, womit ihr selbsterstelltes Buch und die Zusammenarbeit mit ihren europäischen Partnern gewürdigt wird. Die Schule freut sich über den Erhalt des Zertifikates und die damit verbundene Vorstellung des Projektes auf der Europäischen Bildungsplattform.

Die anleitende Grundschullehrerin Miriam Schönenberg und Erasmus+ – Koordinatorin Alexandra Haller sind sehr stolz über diese Auszeichnung, und dass die erstmalige Durchführung eines eTwinning – Projektes gleich so erfolgreich für die Schüler und Schülerinnen der AHVS war.

Bericht über die Erasmus+ Fortbildung in Finnland 2023

Vom 26. November bis zum 2. Dezember 2023 bot sich die Gelegenheit, an einer Erasmus+ Fortbildung in Finnland teilzunehmen. Der Veranstaltungsort erstrecke sich über die Städte Oulu und Oulainen. Die Wetterbedingungen während des Aufenthalts waren typisch finnisch – winterlich, kalt und von langer Dunkelheit geprägt.

Ein zentraler Schwerpunkt der Fortbildung war die Vorstellung des finnischen Schulsystems. In Finnland beträgt die Grundschulzeit neun Jahre. Im Anschluss haben die Schüler die Wahl zwischen dem Besuch der Oberstufe oder dem Beginn einer Berufsausbildung. Diese Struktur ermöglicht den Schülern eine frühzeitige Spezialisierung und eine gezielte Vorbereitung auf ihren weiteren Bildungsweg sowie der Vermeidung von (Jugend-)Arbeitslosigkeit.
Besonders beeindruckend war die Besichtigung mehrerer Standorte der Berufsschule JEDU. Hier wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch die praktische Ausbildung in der Berufsschule durchgeführt. Beispielsweise bauen die Schüler auf Auftrag ganze Häuser, üben das verkabeln von Stromkästen in eigenen Bereichen oder bauen Pflanzen und Gemüse in der schuleigenen Gärtnerei an.
Während der Fortbildung wurde ein besonderer pädagogischer Leitsatz hervorgehoben, welcher im finnischen Schulsystem praktiziert wird: „If they don´t learn, we have to change the way of teaching“ (Wenn sie nicht lernen, müssen wir die Art des Unterrichtens ändern).

Insgesamt war die Erasmus+ Fortbildung in Finnland nicht nur eine fachlich bereichernde Erfahrung, sondern auch eine kulturelle Entdeckungsreise. Die Einblicke in das finnische Schulsystem und die Besuche an den Berufsschulen haben das Verständnis für verschiedene pädagogische Ansätze erweitert. Zudem konnten erste Kontakte für mögliche Bildungspartnerschaften geschaffen werden.

Haus von Schülern gebaut

Elektrikerausbildung

winterliches Finnland

Grundschüler der AHVS erhalten nationale Auszeichnung

Die AHVS ist für ihr grenzüberschreitendes Schulprojekt ausgezeichnet worden. Für das Projekt „European Book“ erhielt sie das eTwinning Qualitätssiegel 2023 für beispielhafte Internetprojekte. Als Anerkennung bekommt die Schule Sachpreise und Urkunden sowie einen 300 EUR Gutschein für ein weiteres eTwinning-Projekt. Die 3. KlässlerInnen der AHVS haben gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Miriam Schönenberg und Erasmus+-Koordinatorin Alexandra Haller den Anstoß zu einem internationalen Projekt über die Plattform von eTwinning gegeben und ihre Idee zur Umsetzung ausgeschrieben. Die Heranwachsenden haben in englischer Sprache ein „Europäisches Buch“ gemeinsam mit Grundschülern aus Spanien, Griechenland, der Türkei und Deutschland erstellt. Sie entwarfen und entwickelten gemeinsam mit den SchülerInnen der anderen Länder per Konferenzen und Abstimmungen die Hauptfigur, das Deckblatt und Layout, bestimmten Verhaltensregeln und stellten ihr gemeinsames Buch fertig. Jedes Land bereiste ein fremdes Land, sodass die Schüler hierbei Kenntnisse über einzelne europäische Länder sammeln konnten. Abschließend ging das Buch in den Druck und jedes teilnehmende Land erhielt von der AHVS zwei gedruckte Bücher als Andenken. Die Arbeit an diesem Buch zog sich durch das gesamte letzte Schuljahr.

eTwinning ist ein Angebot des EU-Bildungsprogramms Erasmus+, das Schulen und Kitas in Europa seit 2005 ermöglicht, digital zusammenzuarbeiten und gemeinsam zu lernen. Ziel ist dabei, neben der Förderung der Medienkompetenz auch das interkulturelle Bewusstsein zu stärken.

Mit dem eTwinning Qualitätssiegel zeichnet der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz beispielhafte europäische Schulpartnerschaften aus, die mediengestützte Unterrichtsprojekte durchführen und dabei innovative Wege beschreiten.

Als Teil des Programms Erasmus+ der Europäischen Union wird eTwinning von der Europäischen Kommission und der Kultusministerkonferenz gefördert. Die Nationale Koordinierungsstelle für eTwinning beim PAD unterstützt die teilnehmenden deutschen Schulen durch Beratung, Fortbildung und Unterrichtsmaterialien. Weitere Informationen hierzu kann man online unter https://erasmusplus.schule/digitaler-austausch finden.

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa. Für den Bereich der Schulbildung ist die Nationale Agentur Erasmus+ Schulbildung im Pädagogischen Austauschdienst (PAD) zuständig. Dazu können Schulen und Kitas Fördermittel beim PAD beantragen und sich beraten lassen. Gefördert werden beispielsweise Schüleraustausche oder die Fortbildung von Lehrkräften und pädagogischem Personal. Von dieser Förderung darf auch die AHVS im neuen Schuljahr profitieren, die aktuell einen Schüleraustausch mit einer französischen Partnerschule plant und drei KollegInnen zu europäischen Fortbildungen angemeldet sind. Weitere Informationen zu Erasmus+ Schulbildung kann man im Internet unter https://erasmusplus.schule/ finden.

Teaching Languages, Culture, or Both?

Erfahrungsbericht: Lehrerfortbildung über Erasmus plus in Helsinki

Im Juni 2022 gingen drei Lehrer der Abt-Hermann-Vogler-Schule Rot an der Rot zum ersten Mal auf eine von Erasmus plus geförderte Fortbildung nach Helsinki.
Das Thema der Fortbildung war „Teaching Languages, Culture, or Both?“

Rot an der Rot ist ein kleiner Ort im Oberschwäbischen, der besonders durch seine Basilika und seine schöne Natur beeindruckt. Auch die Schule stellt einen wichtigen Teil des Ortes da, da das Kollegium sehr engagiert ist und alle Schüler, von der 1. Klasse bis zum Abschluss auf vielfältigen Ebenen fördert. Dennoch fällt auf, dass viele Schüler sehr ländlich geprägt sind und oft nicht über ihre persönlichen Grenzen hinausgehen.
Daher hat sich das Kollegium zur Aufgabe gemacht diese Barrieren zu überwinden und begonnen sich selbst in diesem Bereich fortzubilden. Diese erste Bildungsreise machte eine Kollegin der Grundschule zusammen mit zwei Kolleginnen der Werkrealschule.

Die Reise nach Helsinki begann am 19.06. 2022 mit einem Flug von München nach Helsinki. Dort angekommen fuhren wir mit einem Taxi ins Stadtzentrum zu unserem Hotel.
Aufgrund der nördlichen Lage Helsinkis wurde es erst sehr spät dunkel, sodass wir genug Zeit hatten noch am selben Abend ein wenig ans Meer zu gehen und die Gegend zu erkunden.

Am folgenden Tag begann der Kurs, der von einer sehr engagierten Lehrerin gestaltet wurde. Da der Kurs „Teaching Languages, Culture, or Both?“ sehr klein war, wurden einige Module mit einem ähnlichen Kurs zusammengelegt, sodass jeder die Möglichkeit hatte Menschen aus Deutschland, Spanien, Frankreich oder Belgien kennenzulernen.
Der Kurs war sehr praktisch aufgebaut, sodass alle theoretischen Inhalte auch mit praktischen Beispielen und Übungen vertieft wurden.
Dabei wurden Themen besprochen, die verschiedene Bereiche der Sprache, der Sprachnotwendigkeit im Alltag, aber auch im Unterricht verdeutlichten, genauso wie Kultur als Teil der persönlichen Biografie und Entwicklung betrachtet wurde.
Alle Aspekte wurden immer auch auf die Bedeutung für den Unterrichtsalltag und die Entwicklung einer Gesellschaftskultur übertragen. Sodass wir lernten, wie unterschiedlich ein und die selbe Situation interpretiert werden kann, genauso wie deutlich wurde, dass es wichtig ist die unterschiedlichen Verarbeitungsstufen zu berücksichtigen um eine homogene und doch individuelle Gesellschaft zu gestalten.
Auch wurde deutlich wie wichtig dabei der Einfluss der Schule ist, da hier die Grundlagen für ein gemeinsames Miteinander geschaffen werden, obwohl die Prägung des Einzelnen nicht verloren gehen darf.
Wir lernten, dass Kultur von vielen Einflüssen abhängig ist und dass ein wertschätzendes und gemeinsames kulturelles Leben vor allem von der persönlichen Bereitschaft abhängig ist, sich auf den Menschen gegenüber einzulassen. Entscheidend ist daher nicht die Prägung des Einzelnen, sondern die Wertschätzung, die man einem anderen Menschen gegenüber aufbringt.

Der Unterricht fand täglich für einen halben Tag lang statt, sodass wir entweder vormittags oder nachmittags die Möglichkeit hatten zusätzlich die Gegend kennen zu lernen.
Außerdem gab es eine von den Kursleitern organisierte Stadtführung, sowie eine Führung durch ein Freilichtmuseum, das die Geschichte und Traditionen Finnlands verdeutlichten.
Einen besonderen Höhepunkt brachte die Midsommernachtsfeier, die in Finnland auf ganz besondere Weise gefeiert wird. Die Kollegen der Abt-Hermann-Vogler Schule verbrachten diese Feier auf einem Schiff, das eine Rundfahrt durch die Wasserlandschaft vor Helsinki machte.
Besonders beeindruckend war, dass die Menschen voller Freude gemeinsam feierten, egal ob sie sich kannten, oder nicht.
Dieses Verhalten konnte in ganz Helsinki beobachtet werden. Alle Menschen waren sehr hilfsbereit und freundlich, sodass auch wir uns immer gut aufgehoben fühlten.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass die Kursinhalte und die Erfahrungen, die wir in Finnland gemacht haben sich ergänzten und uns so einen praktischen Einblick in kulturelle Vielfalt ermöglichten. Diese Inhalte konnten wir sehr eindrücklich mitnehmen und auch unseren Unterrichtsalltag in Deutschland positiv ergänzen.